SCHWIIZER ZYT läutet Schweizer Mundart aus der Eidgenossenschaft ein

21. Januar 2012 | Abgelegt unter Deutsch, Labels, Schlager, Schwiizer Zyt, Style, Volksmusik

Reist man durch die musikalische Schweiz, so trifft man auf die unterschiedlichsten Formen musikalischen Schaffens und Lebensweisen. So ist der Alphornbläser, die Schwyzer Guuggenmusig*, der Schwyzerörgelisound** aber auch der Schweizer Mundartpop selbstverständlicher Bestandteil eidgenössischen Kulturschaffens in einem viersprachigen Land.

So formieren sich Orchestergruppen zum konzertanten Spiel, Alphornbläser, Bands, Solisten und Produzenten in Berg und Tal. Keine Seltenheit ist das Hightech-Recordingstudio in 1000 Meter Höhe. „Hightech meets Almauftrieb“. Vor der dezibelstarken Hörprobe erfolgt der Druckausgleich des Höhenunterschiedes in den Ohren.


Und plötzlich ist er da, der urige Sound in Schwiizerdütsch, wie er nur ein „DRS“, das Radio und TV der Gesamtschweiz, zu präsentieren vermag: Ob auf 4000 Meter Höhe, in Gletscher und Eis, auf der Alm oder drunten im Tal, die Klänge bewegge ein s’Läbbe lang. Der textliche Beschrieb über’s Läbbe, die Lieb‘ und die Naturverbundenheit spiegeln sich in allwährend gut tönender Aussicht auf Seen, Landschaften und Lebensarten.

In der SCHWiiZER ZYT tönts usschließlich so wie mers g’wohnt sind, im Berner Oberland, der Innerschwyz oder zum Biespiel im Appenzellerland. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts produziert und hört die Welt nur noch digital. Doch es gibt au no das Läbbe mit originalen Instrumenten, der Sproch und dem Gesang.

Dies zeigt die Zusammenstellig der Labels SCHWiiZER ZYT und HELVETIA SOUND, die das bewahre tue. Es isch ebbis bsonders, das in der normalen Produktionswelt kei Platz finde‘ tut, aber s’isch einfach B’standteil von der Schweizer Läbbensart, in der mir uus halt besser uuskenne als der Rescht der Welt.

SCHWiiZER ZYT ist Heimot, und zwar ganz ohni digitalen Druck. Merci vielmals! U.D.A.

* Die Guggenmusik kommt ursprünglich aus dem alemannischen Raum (Schweiz und Süddeutschland) und wird auch „Guggemoseg“, „Guuggemusig“ (in der Zentralschweiz), „Guggamusik“ (in Vorarlberg), „Güggemüsig“ (im Kanton Wallis) oder „Chatzemusig“ genannt. Es handelt sich um eine stark rhythmisch unterlegte, auf ihre eigene, sehr spezifische Art „falsch“ gespielte Blasmusik. Meistens wird sehr gekonnt knapp neben der Melodie hergespielt, das heißt man erkennt die Melodie durchaus, aber sie klingt ziemlich schräg. Dabei wird sie von einer ebenfalls sehr guten Rhythmussektion dominiert und vorangetrieben. So entsteht eine wilde, mitreißende Musik, gut tanzbar und hervorragend geeignet für spontane Platz- und Straßenkonzerte während der „wilden Tage“. Die Musiker sind zudem alle verkleidet und maskiert.

Die Guggenmusik ist Bestandteil der schwäbisch-alemannischen Fasnacht, der Basler Fasnacht, Luzerner Fasnacht, Berner Fasnacht, Walliser Fasnacht und allgemein der Zentralschweizer Fasnacht.

Der Begriff leitet sich vermutlich her von „Gugge“, was im Alemannischen für Tüte steht. Im Schweizerdeutsch steht der Begriff „Gugge“ für alle Arten von Blechblasinstrumenten. Eine „Guggemusig“ bezeichnet somit eine Gruppe von Leuten, die zusammen musiziert, während sie einfache Masken – damals Tüten, welche in Basel und Umgebung ebenfalls Guggen heißen – trugen.

** Das Schwyzerörgeli (hochdeutsch Schwyzer Orgel oder Schweizer Orgel) ist eine Variante des diatonischen Akkordeons, es wird hauptsächlich in der Schweizer Volksmusik verwendet. Der Bass ist gleichtönig und stellt den Vorläufertyp des Stradella-Basses dar. Moderne Instrumente sind meist mit drei Tastenreihen im Diskant ausgestattet. Obwohl der Diskant grundsätzlich wechseltönig ist und im Wesentlichen einer diatonischen Anordnung folgt, unterscheidet sich die Spielweise wesentlich von anderen diatonischen Handzuginstrumenten, auch die Konstruktion weicht stark von einfachen diatonischen Instrumenten ab. Kompakte Bauweise mit Cassotto und ein Balg mit Ledereckschoner sind heute typische Merkmale des Örgeli.
(From Wikipedia, the free encyclopedia)

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