Vampirette Music: Rock’n’Roll for the next Millennium

21. Juli 2008 | Abgelegt unter Country, Labels, R'n'R / Rockabilly, Rock'n'Roll, Style, Vampirette Music

Rock’n’Roll is dead? Nein! Im Gegenteil. Vampirette Music hat sich der stilechten Pflege aller Richtungen dieses Genres verschrieben und produziert mitreißenden Rock’n’Roll „around the clock“.
Es spielt keine Rolle, ich welchem Jahrzehnt wir uns gerade befinden. Wir treffen immer auf ein angesagtes Revival. Ob Swing, Rock’n’Roll, Bigband, Country oder Rockabilly. Dieses Genre bewegt sich wellenförmig: Nach dem Hype ist vor dem Hype. Und man mag es kaum glauben, das Publikum wird immer jünger. Oldies meets Youngsters. Rock’n’Roll als einzig wahre Revolution in der Popkultur. Vampirette Music pflegt seit Jahren eine weltweite Szene, der man in bundesdeutschen Medien kaum begegnet, sieht man einmal von Götz Alsmann oder Peter Kraus ab.

Vampirette Music

Es geht nicht nur um die Musik. Nein, es sind Stil und Tradition, die gepflegt werden wollen. Die weltweite Szene ist klein und überschaubar, agiert geradezu im Verborgenen. Konzerttermine werden mit Handzetteln kommuniziert, es geht um mehr als nur um Schmalzlocke, Oberarmtattoo oder die Liebe zum Vinyl. „Das Instrument, das Du spielst, ist genauso wichtig wie die Klamotten, die Du an hast“, erzählt der Frontsänger einer Rockabilly Band nach seinem Auftritt. Vampirette Music pflegt alle Stilarten des Genres: Swing, Jive, Rockabilly, Psychobilly, Neo-Rockrobally, Neo-Swing, Country, Old-School-Rockabilly etc.. Das Label hat dabei ein offenes Ohr für den Künstler und seine Soundvorstellungen.

Elvis Presley, Carl Perkins, Buddy Holly, Eddie Cochran oder Chuck Berry werden immer wieder als Vorbildikonen genannt, an denen sich die heutigen aktiven Rock’n’Roll-Musiker für ihr eigenes Musikspiel orientieren. Rock’n’Roll ist ein romantisches Gefühl für eine schönere Welt. Die „Working-Class-Kids“ suchen in selbstgebauten Hod-Rod-Cars und der Eisdiele nebenan ihre heile Welt. Respekt anstatt Gewalt. Bis heute hat sich diese (Lebens-) Einstellung gehalten. So wird es auch in Filmen des Genres vorgelebt. Die Rock’n’Roller von heute, die Vampirette Music betreut, sehen manchmal ganz schön wild aus, doch es ist wie so oft: „Raue Schale, weicher Kern“.

Es ist schwierig und teuer geworden, noch passende Studios und Produzenten zu finden, die die besonderen Soundanforderungen umsetzen können. Vampirette Music lebt von den freundschaftlichen Bindungen und einer seit vielen Jahren gewachsenen Vertrauensbasis zwischen Musikern und dem Label.
„Vertrauen ist das Ein und Alles! Das ist unser Kapital“, so Stefan Braun, Labelchef. „Wir vertrauen dem Künstler und der Künstler profitiert von unserer Transparenz. Es ist wie in einer kleinen Familie. In einem begrenzten, aber sehr stabilen Käufermarkt kann man keinen Millionseller planen oder herbeisehnen, aber man kann seinen Künstlerstamm und die Kunden pflegen und mit einem gutem, stilechten Produkt versorgen sowie überzeugen.“

Was geblieben ist, ist die Kultur der Musik und der Lebensstil. Was sich dagegen völlig verändert hat, ist die Produktherstellung, das Marketing und die Vertriebswege. Alles läuft nur noch digital. „Wer in den letzten 5 Jahren bei diesem Extremwandel nicht mitgezogen hat, der hat definitiv den Anschluss verloren. Wir sind ganz vorne mit dabei und bedienen die gleichen Kanäle wie die Majors. Darauf sind wir sehr stolz“, sagt Stefan Braun. „Was für uns heute tägliche Praxis ist, davon wußte man vor 5 Jahren noch gar nichts, geschweige denn, dass man hätte formulieren können, wohin der exakte Weg geht.“

Geblieben ist allerdings die Musik, genauer gesagt der Sound. Rock’n’Roll bedeutet Soundstatus. Das heißt nicht, dass die Musikproduktion in bestem digitalen Klang daherkommen muss. Oft ist das Gegenteil der Fall und die Produktion wurde in Mono, mit nur einem Mikro und verrauscht aufgenommen. Genau das lieben die Puristen, die Fans, die Rock’n’Roller, die sich nach dem authentischen Sound der 1950er Jahre sehnen. „Es ist nicht wichtig, wieviele Mikros man verwendet, es ist nur wichtig, wohin man sie stellt.“

Da erscheint zum Beispiel der unvergleichliche Steve Muskrat (The Muskrats) mit einer ganz persönlichen Handschrift. Er verkörpert eine ähnliche Hartnäckigkeit wie einst Brian Setzer, singt, spielt eine unvergleichlich fesselnde Rockabilly-Guitarre und kennt scheinbar jedes Geheimnis, um Aufnahmen nach alten Live-Radio-Shows klingen zu lassen. Elvis lebt! Er ist ein wahrer Diamant des Labels. So mancher hätte gerne seine Soundkenntnisse gehabt.

Weitere Highlights des Labels sind „The Prison Band“ aus Ungarn. Sie zelebrieren Neo-Rock’n’Roll in Perfektion und zeichnen für einen neuen, eigenen Stil verantwortlich. Ihre Shows muss man einfach live erleben. Oder Rockin‘ Carbonara, die mit Ihrer Energie auch den letzten schlechtgelaunten Zeitgenossen mitreißen und durch ihre wilde Musik überzeugen. Und dann wäre da noch Ray Condo, eine Ikone aus der Vergangenheit. Johnny Cash und Ray Condo in einem Atemzug genannt – Gott hab‘ sie selig – , haben sich Zeit ihres Lebens eine eigene Fangemeinde geschaffen. Posthum erscheint demnächst das allererste sowie das allerletzte aufgenommene Album von Ray Condo auf einer CD, die niemals veröffentlicht und nun von Peter Sandmark fertig gemischt sowie bearbeitet wurden und die in Kürze beide erstmals das Licht der Countrywelt erblicken werden.

Vielleicht finden Sie irgendwo einen Vampirette-Handzettel oder hören eine Mundpropaganda von einem unserer Fans. Dann gehen Sie auf das Konzert oder das Club-Event und lassen sich in eine authentische Welt des Rock’n’Rolls entführen. Wer die Sympathie für den „coolsten sound on earth“ entdeckt hat weiß: Rock’n’Roll will never die!

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